Samstag, 15. Februar 2014

Küche Teil 6 - Griffe und Fronten


Es ist wieder einmal soweit. Ich kann euch die nächsten Bilder aus dem Werdegang unserer Küche zeigen.

Vor einiger Zeit schon habe ich die Griffe für die Fronten aus Eiche zugeschnitten und eine einfache Hohlkehle eingefräst. Das habe ich am Frästisch in der Kurswerkstatt gemacht. Es hat einige Versuche gebraucht, um einen optimalen Griff herzustellen.
Optimal hieß für mich in dem Moment, leicht in der Anfertigung, gute Eigenschaften beim Greifen. Ich habe mich anfangs fast "verspielt" beim Fräsen von möglichen Griffen. Alle haben mich nicht begeistert!!
Letztlich bin ich bei der wahrscheinlich einfachsten Variante geblieben, der Hohlkehle im Kantholz.

Die Griffleisten haben eine Stärke von 20x19mm. In die breitere Seite von beiden wurde die Hohlkehle langsam gefräst. Ein Bild vom Fräser seht ihr unten.


Um für mich die größtmögliche Sicherheit dabei zu gewährleisten, die Fehler möglichst gering zu halten und alle Griffe sauber zu fräsen, habe ich den ganzen "Apparat" aufgebaut, den ihr auf dem Bild seht. Die Leisten wurden dabei von oben nach unten gedrückt. Somit musste ich nur noch die Leisten gegen den laufenden Fräser führen. Um mir die Arbeit noch einfacher und sauberer zu machen, bin ich in mehreren Schritten immer tiefer in das Holz mit dem Fräser gefahren.


Letztendlich sehen die Griffe so aus. Die Leisten werden so an den Fronten befestigt, dass man von unten in die Hohlkehle eingreifen kann. Sämtliche Kanten wurden dann noch, weil es einfach und schnell ging, an der Tischfräse entgratet. Die beiden Kanten an der jeweiligen Hohlkehle wurden mit einem kleinen Flachwinkelhobel bearbeite.
Die Griffleisten möchte ich am Ende, wenn die Fronten geölt und ausgetrocknet sind, von der Innenseite anschrauben. Das gibt mir die Möglichkeit sie im gegebenen Fall mal wieder auszutauschen.




Die Fronten waren in letzter Zeit ein wenig zu kurz gekommen. Hier seht ihr wie ich von den zehn Fronten aus Eiche jeweils die Kanten noch mit meinem 5er Juuma am MFT bearbeitet habe. Ziel war dabei die Spuren des Sägeblatts zu entfernen und alle Fronten auf die möglichst exakt gleiche Höhe von 120mm zu bringen. Da gehobelte und geschliffene Oberflächen nach der Oberflächenbehandlung unterschiedlich aussehen, mussten die Kanten mit dem kleinen RTS nochmals mit 320er Körnung nachbearbeitet werden.


Ich würde mal sagen, das Entfernen der Sägeblattspuren hat bei allen Brettern funktioniert. Nebenbei könnt ihr noch gleich das Kantenprofil sehen, welches ich den Frontbrettern mit meiner OF 1010 verpasst habe. Das ging leicht und schnell von der Hand.


Zum Ende wurden alle Bretter noch mit dem ETS 150 bis zu 320er Körnung geschliffen. Mittlerweile sind sie mit Hartwachsöl in antikweiß zweimal eingeölt und sollen erst einmal durchtrocknen, bis sie an die Schubladen geschraubt werden.
Über die Trocknungszeit von Hartwachsöl habe ich in letzter Zeit in diversen Foren und Blogs einiges gelesen. Da es verschiedene Meinungen darüber gibt und ich mit längerer Trocknungszeit gute Erfahrungen gemacht habe, ruhen die Bretter erst einmal.

Die Frontbretter für die mittleren Schubladen fehlen noch. Sie müssen erst noch zugeschnitten werden, da die Multiplexplatte in weiß erst noch in die Kurswerkstatt geliefert wird. Dort kann ich die Frontbretter und die Platten für die beiden ausstehenden Oberschränke auch gleich passen zusägen. Es steht also noch einiges an Arbeit an in der Küche.


Hier gehts zu Teil 7.





Kommentare:

  1. Hallo Dominik,
    nur eine kurze Frage: Die Frontbretter hast du aus verleimten Platten geschnitten oder?
    Gruß
    Volker

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    1. Hallo Volker,
      ja die Frontbretter für die oberen und unteren Schubladen sind aus verleimten Platten geschnitten. Die mittleren Frontbretter werden aus 18er Multiplex weiß geschnitten.
      Schönen Gruß und schönen Sonntag,
      Dominik

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