Donnerstag, 7. Januar 2016

Regal Kiefer


Das Thema "ewige Baustelle" habe ich ja im letzten Beitrag schon mal kurz angerissen. Der "Schandfleck" auf dem unteren Bild ist eben so eine Baustelle. Seit wir vor zwei Jahren in die Wohnung eingezogen sind, hat sich bei diesem Anblick nicht all zu viel verändert. Christine war der Meinung, dass sich das mal ändern müsste und hat mich regelmäßig dezent darauf hin gewiesen. Den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich dann auch verstanden und mich ans Überlegen und Planen gemacht wie unser "Traumregal" im Arbeitszimmer auszusehen hat.
Letzten Endes sind wir bei der für mich arbeitsintensiveren Lösung gelandet - war ja klar ;-). Ein Regal, das unseren Erwartungen und Ansprüchen genügen sollte, fanden wir leider nicht in einem Möbelhaus. Entweder viel zu teuer, nicht passend für uns vom Design und der Anordnung oder im Preis-Leistung-Vergleich nicht lohnenswert. Ein Regal eines uns allen bekannten schwedischen Herstellers wäre sehr nahe an unsere Vorstellungen gekommen. Aber wäre dann ganz einfach zu wuchtig in dem kleinen Raum gewesen. Und so können wir individuell planen.




Wir haben uns für Kiefer entschieden, da der Schreibtisch ebenfalls aus Kiefer ist. Außerdem ist Kiefer im Vergleich zu Weißtanne - die wollten wir anfangs verwenden - deutlich billiger. Weißtanne kann man preislich mit Eurokirsche vergleichen. Noch Fragen?!
Für ein edleres Möbelstück werde ich sehr gerne mal wieder Kirsche verwenden. Aber sicherlich nicht für ein einfaches Regal, in dem Ordner, Bastelmaterialien und dergleichen untergebracht werden. Außer ich hätte Kirsche in rauhen Mengen auf Lager. Das ist leider leider nicht der Fall.

Den Zuschnitt der großen Platten (1250mm x 2500mm) habe ich in der Kurswerkstatt gemacht, über die ich auch die Platten bestellt habe.
Das was auf den unteren Bildern zu sehen ist sind die zugeschnittenen Bretter von zwei Platten. Eine dritte Platte ist ebenfalls schon zugeschnitten und lagert noch in der Kurswerkstatt. Die Türen und Schubladenfronten benötige ich aber erst einmal noch nicht. Ich bin heilfroh, dass ich, auch dank SketchUp, den Plan und Zuschnittplan vorher gut vorbereitet habe. So kam ich recht zügig und ohne viel Stress voran.




Dieses Bild kennen möglicherweise schon einige. Die einzelnen Bretter liegen ja sauber gestapelt auf den Böcken in der Garage. Das war auch dringend notwendig! Ich Schlaumeier habe die schönen und wertvollen Bretter über zwei Tage und Nächte bei mir im Auto spazieren gefahren. Und das in dieser feucht kalten Jahreszeit!
Tja, und was ist dadurch passiert? Aus der wohl temperierten Kurswerkstatt ins kalte Auto, vom kalten Auto in die kalte und feuchte Luft der Garage und schwups... hat das Holz gearbeitet und sich gebogen. Zum Glück habe ich vor längerer Zeit Streifen aus MDF-Resten für die Lagerung von Brettern zu geschnitten. Damals dachte ich mir so viele Streifen - ca. 30 Stück - würde ich nie auf einmal benötigen. Falsch gedacht!!


Jeden falls sind die Bretter jetzt nach mittlerweile drei Wochen liebevoller Lagerung in der Garage wieder vollkommen gerade. Ich nehme an, dass das von der zweiseitigen Belüftung, der Anpassung an die Raumtemperatur und Raumfeuchtigkeit und dem Eigengewicht des Holzes kommt.

Zwischendurch konnte ich an den Brettern auch noch einige kleine Arbeiten verrichten. U.a. habe ich vor dem Abtransport aus der Kurswerkstatt noch mit einem 5mm Nutsägeblatt die seitlichen Wände der beiden Unterschränkte gefalzt. Daran sollen die Rückwände angeschraubt werden. Und damit ich mir beim Tragen der Bretter keine Schiefer einziehe, sind die Kanten noch mit meine kleinen Flachwinkel bearbeitet worden.



Teil 2





Kommentare:

  1. Hallo Dominik,
    ich bin gespannt auf Deine Umsetzung. Wir brauchen auch in nächster Zeit noch einige Regale und ich hab bisher wenig Erfahrung damit. Daher werde ich den Fortgang intensiv verfolgen. Danke fürs Teilen!
    Herzliche Grüße,
    Andreas
    http://holzhandwerk.andreas-kalt.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Andreas,
      ich hoffe ich werde dir einige Ideen für die Umsetzung geben können. All zu schwer wird der Anfang des Regals nicht werden. Anspruchsvoller wird es, wenn ich die Schubladen mache. Da bin ich mir noch nicht so schlüssig, wie ich sie gestalte.
      Viel Spaß beim Folgen.
      Schöne Grüße,
      Dominik

      Löschen
  2. Hallo Dominik,
    das ist "zwar nur" ein Regalschrank, aber die Herstellung ist Zeitintensiv!
    Ich wünsche dir ein Glückliches Händchen bei der Umsetzung.
    Herzliche Grüße
    Volker

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen lieben Dank Volker!
      Ich hoffe auch, dass ich ein glückliches Händchen haben werde und v.a. nichts falsch geplant habe ;-).
      Herzliche Grüße,
      Dominik

      Löschen
  3. Hallo Dominik,

    das ist ein schönes Möbelbau-Projekt und ich finde es klasse wie du mehrere Werkstätten miteinander kombinierst. Das habe ich früher sehr oft gemacht.
    Was für ein Nutsägeblatt verwendest du?

    Viele Grüße
    Timo

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Timo,

      vielen Dank für dein Kompliment! Das Pendeln zwischen zwei Werkstätten ist manchmal ein wenig anstrengend und kompliziert. Aber vielleicht gibt sich das ja mal.
      Das Nutsägeblatt ist aus der Kurswerkstatt, 5mm dick. Marke und Größe weiß ich leider nicht auswendig. Aber die Woche bin ich dort, dann schau ich nach und antworte die. Das Blatt wird in einer Format4 betrieben, falls es dir hilft.

      Schöne Grüße,
      Dominik

      Löschen
  4. Hallo Dominik! Danke für deinen Beitrag und den Einblick in das Projekt - ein neues Regal könnte ich auch gut gebrauchen. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis! Liebe Grüße, Kathreen von "Mach mal"

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Dominik,

    wir sind auch schon sehr gespannt darauf, wie's weitergeht. Du machst Dir mit Deinem neuen Regal sehr viel Mühe, die sich ganz bestimmt lohnen wird. Viel Spaß und Erfolg bei der weiteren Umsetzung!

    Liebe Grüße,
    Dein SPAX-Team

    AntwortenLöschen