Freitag, 26. Februar 2016

Regal Kiefer, Klappe die Zweite


Langsam geht es mit den beiden Regalen voran. Mir derzeit zu langsam, aber das liegt unter anderem auch an den winterlichen Temperaturen in der Garage und dass ich es abends nicht schaffe in die Kurswerkstatt in wärmere Gefilde zu fahren, um dort beispielsweise die Schubläden zu zusägen.
Was aber wunderbar in der wechselhaft kalten Jahreszeit klappt, ist das Wohnzimmer in eine kleine Behelfswerkstatt umzuwandeln und dort die Regale zu verleimen.
Und für die Sportfanatiker unter euch. Das auch noch vor dem Fernseher, während die Handballeuropameisterschaft gelaufen ist!!! Wie konnte ich mir nur selber dieses Bein stellen?! Da musste meine Freundin herhalten und mit mir das schwere Gestell mit samt den Zwingen und Zulagen woanders im Wohnzimmer abstellen. All das nach einem nervenaufreibenden und anstrengenden Arbeitstag. Wie konnte ich nur... ;-).



Aber mittlerweile ist alles verleimt, getrocknet und beide Konstruktionen sind wieder in der Garage. Wenn sich jemand für einen ausführlichen Bericht interessiert, wie ich die beiden Regale zusammengesteckt habe, den muss ich ein wenig enttäuschen. Da gibt es in meinen Augen keine nennenswerten Besonderheiten, die nicht schon einmal irgendwo, irgendwann auf diesem oder anderen Blogs erwähnt worden sind.

Kurz und knackig: Viele 8er Dominos in 40mm und 50mm;
Die mittleren Streben sollen das ganze Gestell noch einmal stabiler machen und (hoffentlich) den Übergang zwischen Türen und Schubladenfronten schön abrunden. Anstelle der beiden Streben wollte ich zuerst jeweils ganze Bretter einbauen. Aber ich war der Meinung, dass das weder den Schubläden nützlich wäre, noch den Leitz-Ordnern und Kollegen und ich dadurch ein wenig an Material sparen könnte. Gesagt getan, so wird über der zweiten Reihe Ordner nur gähnende Leere bis zum ersten Schubladenboden sein. Ich glaube, dass werden die Ordner verkraften.

Lasst euch bitte nicht irritieren, das Regal liegt noch auf einer Seite. Der eigentliche Boden ist im mittleren Bild links zu sehen.

  

Im mittleren Bild oben liegt ein Ordner schon mal zur Probe, um den Abstand nach oben hin besser bestimmen zu können. So eine ScetchUp-Zeichnung kann sich ja auch mal in ihren Maßangaben täuschen.


Das alles ist noch im Januar passiert. Inzwischen sind die beiden Regalkonstruktionen dreimal mit Hartwachsöl eingelassen worden. Das Gemisch habe besteht aus 2/3 normalem Hartwachsöl und 1/3 weiß pigmentiertem Hartwachsöl. Da meine Freundin und ich sehr gerne die natürliche Farbe des Kiefernholzes so lange wie möglich erhalten wollen habe ich zu der Mischung gegriffen. (Erwähnte ich schon mit was ich die Oberfläche behandelt habe??)

Dank einigen Blogbeiträgen zu dem Buch "Oberflächen behandeln" von Melanie Kirchlechner, u.a. von Andy (Buchvorstellung) habe ich mir einige Schleifarbeiten bei dem Nadelholz gespart und nur bis 120er Körnung geschliffen. Den letzten Schliff mit 180er Körnung habe ich manuell getätigt. Ging sehr schnell von der Hand wenn´s in der Garage, trotz Mehrschichtkleidungssystem, gefühlte Minus 10° Grad hat.
Bilder von der Oberflächenbehandlung und dem Schleifen kann ich euch leider nicht zeigen. Ich hab ehrlich gesagt versäumt Bilder davon zu machen :-(.


Dafür kann ich hier mit zwei Akkuschraubern protzen ;-). Warum Werkzeugwechsel, wenn´s auch einfach geht?! Einer mit 15er Forstnerbohrer und der andere mit 6er Spiralbohrer.
Nur habe ich Intelligenzbolzen mir vorher nocheinmal mehr Arbeit gemacht als eigentlich notwendig gewesen wäre. Das Ergebnis seht ihr im rechten Bild. Mit den Nutzklötzchen wollte ich anfangs die Platten auf den Regalen befestigen. Ich hatte sie sogar schon je zweimal durch gebohrt. Aber die Nutklötzchen wären mit alle zu weit in der Mitte gewesen und hätten meiner Meinung nach zu wenig Anpressdruck von unten auf die Platten gebracht.
Mit den Schrauben komme ich nahe genug an den Rand der Platten ran und kann so den Druck besser verteilen.
Solche Gedankengänge kommen einem erst, wenn man Zeit auf anderen Holzblogs verbringt (Danke Tom). Also ein Hoch auf all die unterschiedlichen Blogs. Und nicht nur denen, die ihr auf der Liste nebenan findet.

 

Damit die 3,5mm x 30mm Schrauben schön im Holz verschwinden - dank den Schubläden werden sie später eh nicht mehr zu sehen sein - habe ich die Löcher erst mit dem 15er Forstnerbohrer vorgebohrt und dadurch schon gesenkt. Dank der Zentrierspitze im Bohrer war es dann kein Problem mit einem 6mm Spiralbohrer letztendlich komplett durch zu bohren.
Warum ich einen 6er Bohrer für 3,5er Schrauben verwendet habe?!? Ich hoffe, dass die Platten dadurch mehr Spielraum haben, in der Breite zu arbeiten. Halten werden die Platten definitiv auf den Regalgestellen. Das habe ich in Probeversuchen mit Restholz vorher ausprobiert. Auf die Platten werden auch nochmal Regale, wenn auch kleiner, mit ausreichend Gewicht (so wie ich mich und meine Freundin kenne) von oben kommen.

 







Nachtrag:
Für die Qualität der Bilder möchte ich mich entschuldigen. Mit meiner Handykamera gelingen leider doch nicht immer so hochwertige Bilder. In Zukunft kommt wieder die Spiegelreflex zum Einsatz.





Kommentare:

  1. Hallo Dominik,
    na da bin ich ja schon auf das fertige Regal gespannt.
    Ich wünsche weiter gutes Gelingen!
    Herzliche Grüße
    Volker

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  2. Das sieht schon äußerst beeindruckend aus. Und ja - Mit einer Spiegelreflex sind die Bilder wesentlich besser. Da kann einer einem erzählen, was er will :-) Hast Du schon ein Modell im Auge?

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    1. Hi Marc, ich hab die letzten Tage meine Spiegelreflexkamera wieder mit in die Garage genommen. Das Handy ist handlicher, aber bei dem schlechten Licht in der Garage ist eine richtige Kamera besser. Meine ist über acht Jahre alt. Aber gute Bilder macht sie trotzdem noch. Hängt halt davon ab, was der Photograph daraus macht 😉.

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